Namensgeber der Schule

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Der Namensgeber der Schule

Namensgeber
Hans Carl von Carlowitz, der sächsische Oberberghauptmann und Schöpfer des Leitbildes der Nachhaltigkeit, wurde am 14. Dezember 1645, in einem der letzten Jahre des Dreißigjährigen Krieges, geboren, eingetragen im Taufregister der St.-Georg-Kirche Chemnitz-Rabenstein.

Hans Carl von CarlowitzEr war das zehnte von sechzehn Kindern. Vater war der kurfürstliche Oberforstmeister und Landjägermeister Georg Carl v. Carlowitz (1616 – 1680), der nach einer Karriere als Offizier, er war Rittmeister unter Piccolomini, seinen Dienst quittiert hat im großen Sterbejahr 1637. Seine Mutter war Anna Maria v. Römer.

Sein Geburtsort war Oberrabenstein, das im Jahr 1950 nach Chemnitz eingemeindet worden ist, daher gedenkt auch die Stadt Chemnitz ihres großen Sohnes. Zu der heutigen reizvollen Ein-Zimmer-Burg gehörte damals noch eine Vorburg mit entsprechenden Wirtschaftsgebäuden. Neben seiner Tätigkeit als Oberforstmeister und Landjägermeister war er auch Oberaufseher des Floßwesens im Erzgebirge.

Der junge Hans Carl verlässt bereits mit sieben Jahren mit seiner Familie Rabenstein und zieht um nach Schönfels. 1659 mit dreizehn Jahren verlässt er den Familienverband und besucht das Gymnasium in Halle, anschließend studiert er ab 1660 bis ca. 1665 Rechts- und Staatswissenschaften, Sprachen und Naturwissenschaften an der 1558 gegründeten Universität Jena.

1665 bis 1669 brach er auf nach dem Motto »Fremde Länder sind die besten hohen Schulen kluger Aufführung« zur grand tour, der Kavalierstour, die in diesen Kreisen selbst zu Kriegszeiten üblich waren und der Allgemeinbildung sowie der Übung fremder Sprachen diente. Diese Tour begann er mit knapp 20 Jahren, sie führte ihn durch ganz Europa: Deutschland, Niederlande, England, Dänemark, Schweden, Frankreich und Italien. Inbegriffen war auch ein Studium an den Universitäten von Leiden und Utrecht (Niederlande).

In ganz Europa herrschte damals Holzmangel. In seinem berühmten Buch Sylvicultura Oeconomica sollte Carlowitz später zum Ausdruck bringen: »Binnen weniger Jahre ist in Europa mehr Holtz abgetrieben worden, als in etzlicher Siculis erwachsen.« Auch andere große Gelehrte hatten das Problem erkannt, Melanchthon prophezeite, »das nehmlich am Ende der Welt man an Holtze große Not leiden werde.«

Dieser Auslandsaufenthalt des jungen Carlowitz  dauerte fünf Jahre. Diese langen Lehr- und Wanderjahre, die ihm sein Elternhaus ermöglichte, legten den Grundstein für seine spätere Leistung, als Oberberghauptmann, als Topmanager, als Wirtschaftsminister.

Worin besteht seine Leistung? Mit seinem Buch hat er ein Wort und Leitbild in die Welt gesetzt, das heute in aller Munde ist: Nachhaltigkeit. Es bedeutet, kurz und bündig: Nicht mehr Holz fällen als nachwächst. Diese Faustregel besagt im Kern: Unser Eingriff in die Natur – das Holzfällen - muss sich nach der Regenerationskraft der Natur  – dem Nachwachsen – richten. Das ist in einem Satz die Botschaft von Carlowitz dickem Buch. Nachhaltigkeit beinhaltet also  den Respekt vor der heilen Natur. Nachhaltigkeit ist eine Mahnung zur Selbstbeschränkung. Und damit ein ethisches Prinzip, ein Grundwert, Vielleicht der wichtigste, den wir im 21. Jahrhundert haben.

Das Carlowitz´sche Postulat des nachhaltigen Wirtschaftens lautet deshalb: Nur wer als höchste Wertschöpfung seiner Arbeit größtmögliche Humanität, Umweltgerechtigkeit und Wirtschaftlichkeit anstrebt, erreicht langfristig in jeder Hinsicht den höchsten Wirkungsgrad. Das ist der Carlowitz´sche Lackmustest der Nachhaltigkeit.

Wenn Carlowitz von Wirtschaft spricht, geht es um die Naturbindung der Ökonomie um lebendige Ressourcen, lebende Organismen, also Lebewesen. Das ist der Unterschied zu der Ökonomie, die wir in den letzten 200 Jahren betrieben haben. Diese basierte auf fossilen Brennstoffen, also auf längst abgestorbener, toter Materie. Diesen Unterschied zu verstehen, ist von entscheidender Bedeutung.

Carlowitz ist rechtzeitig vor der Namensgebung unserer Schule auf der Weltbühne in New York angekommen.

(Auszug aus dem Global UN-Report)

Vielen Dank für diesen Text an die

Hans Carl von Carlowitz: Der Erfinder der Nachhaltigkeit
Die Festrede zur Namenweihe

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